Förderung für »grüne Lese« in Spanien 2026 beschlossen
Das spanische Landwirtschaftsministerium hat auch für das Jahr 2026 erneut die sogenannte »grüne Lese« (cosecha en verde) im Weinbau aktiviert. Dafür werden genau 15.951.350 Euro zur Verfügung gestellt. Die Maßnahme wurde nach Anträgen von sechs autonomen Regionen beschlossen und offiziell im Staatsanzeiger veröffentlicht.
Ziel ist es, den Weinmarkt zu stabilisieren, die Produktion an die Nachfrage und vorhandene Bestände anzupassen. So soll verhindert werden, dass es zur kommenden Weinlese zu einem Überangebot an Trauben und somit zu einem Preisverfall kommt.
Hintergrund und Zweck der »grünen Lese« in Spanien
In einigen spanischen Anbaugebieten lagern derzeit große Mengen Wein – wir haben darüber berichtet. Um zu vermeiden, dass zusätzliche Produktion die Preise weiter unter Druck setzt, soll die Erntemenge gezielt reduziert werden.
Die »grüne Lese« ist ein Kriseninstrument und bedeutet konkret, dass unreife Trauben frühzeitig entfernt werden. Dabei reicht es nicht aus, die Trauben einfach hängen zu lassen, sie müssen aktiv beseitigt werden, wodurch die komplette Parzelle für die Weinproduktion ausfällt. Die Weingüter nehmen daran freiwillig teil und erhalten dafür eine Entschädigung. Spätestens bis zum 15. Juli 2026 muss die »grüne Lese« durchgeführt werden.
















































