21. Februar 2024

Video: Wein im Wert von 2,5 Millionen Euro bei Einbruch in Ribera del Duero-Bodega verschüttet

Die Redaktion

Person öffnet Hahn von Weinfass.
Die Sicherheitskameras von Cepa 21 haben den Einbruch aufgezeichnet. Copyright: Cepa 21

Was für eine Verschwendung: In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde bei der Bodega Cepa 21 in Castrillo de Duero im Anbaugebiet Ribera del Duero eingebrochen und rund 60.000 Liter Wein verschüttet. Die Überwachungskameras haben den Vorgang aufgezeichnet. Im Video ist zu sehen, wie eine Person offenbar in Eile den Hahn eines Stahltanks öffnet, aus dem dann in einem großen Strahl der Wein herausgeschossen kommt. In der Hektik läuft die Person durch den Weinstrahl hindurch zum nächsten Fass.

Aktuell möchte die Bodega keine Auskünfte zum Hintergrund der Tat geben, da die polizeilichen Untersuchungen noch laufen. Das Video legt aber nahe, dass es sich nicht um eine professionell vorgehende Person handelt; möglicherweise handelt es sich um einen privaten »Rache- oder Sabotageakt« oder ähnliches. Es gebe bereits einen kleinen Verdacht, berichteten spanische Medien.

Kompletter Horcajo-Jahrgang vernichtet

Offenbar wusste die Person genau, zu welchen Tanks sie ging. Bei dem verschütteten Wein handelt es sich um den kompletten 2023er-Jahrgang des Horcajo - dem Top-Wein der Bodega, der rund 90 € pro Flasche kostet (für den aktuell im Verkauf befindlichen Jahrgang 2018). Außerdem ist nach Angaben der Bodega in kleinerem Maße auch der Wein Malabrigo, ein Tempranillo wie der Horcajo, betroffen, wobei nur ein Teil des Jahrgangs ausgelaufen sei. Auch der Wein Cepa 21 sei in kleineren Mengen betroffen, teilte die Bodega mit.

Zwar gebe es eine Versicherung, die decke aber nur die Traubenpreise sowie den Aufwand der Herstellung und nicht den späteren Marktpreis ab. Die Bodega Cepa 21 ist ein Projekt von José Moro, der bis 2022 auch Präsident der bekannten Bodega Emilio Moro in Pesquera de Duero (DO Ribera del Duero) war, die heute von seinem Bruder Javier Moro geleitet wird.

https://www.youtube.com/watch?v=RF5zLk71xXk

Quelle: Cepa 21

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