Spanien hat in den letzten Jahren über 100.000 Hektar Rebfläche verloren
Die spanische Rebfläche ist seit Jahren deutlich rückläufig. Seit dem Jahrgang 2011/12 beträgt der Rückgang spanischen Medienberichten zufolge trotz Neuanpflanzungen in einigen Regionen insgesamt 122.364 Hektar. Das ist mehr als die gesamt deutsche Rebfläche, die laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2024 103.295 Hektar betrug.
Stand Oktober 2025 verfügt Spanien nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums über 929.472 Hektar Rebfläche, von denen 97 Prozent bepflanzt sind. Kastilien-La Mancha vereint 47 Prozent der nationalen Rebfläche, gefolgt von Kastilien und León mit mehr als 85.000 Hektar. Weitere bedeutende Anbaugebiete sind Extremadura, Katalonien, die Valencianische Gemeinschaft, Galicien, Aragón, La Rioja und Andalusien. Trotz des bedeutenden Rückgangs an Weinbergen bleibt Spanien weiterhin flächenmäßig das größte Weinbauland der Welt, gefolgt von Frankreich und Italien (die wiederum mengenmäßig vor Spanien liegen).
Trotz des allgemeinen Rückgangs konnten einige Regionen ihre Rebflächen ausweiten: Kastilien und León verzeichnete ein Plus von 8,2 Prozent, La Rioja von 3,5 Prozent und Galicien von 1,8 Prozent. Für das Jahr 2025 genehmigte das Landwirtschaftsministerium Neupflanzungen von insgesamt 914 Hektar. Rund 70 Prozent dieser Fläche entfallen auf kleine und mittlere Betriebe, davon 21 Prozent auf junge Landwirte und 2,7 Prozent auf junge Neueinsteiger in den Weinsektor. Regional führt Kastilien-La Mancha mit 472 genehmigten Hektar, gefolgt von Kastilien und León (126 Hektar) und Katalonien (115 Hektar).
Vor diesem Hintergrund trifft sich der spanische und portugiesische Weinsektor vom 27. bis 29. Januar in Valladolid auf den Fachmessen Agrovid und SIEB. Die von der Messe Valladolid organisierten, zweijährlich stattfindenden Veranstaltungen bringt die Branche mit dem Handel zusammen, um über technologische Entwicklungen, Investitionen in Weinberge und Kellereien sowie die Auswirkungen des Klimawandels zu beraten. Begleitet werden die Messen von Vorträgen und Diskussionsrunden in Zusammenarbeit mit der Ingenieurkammer der Agraringenieure von Kastilien und León und Kantabrien.
















































