Crema Catalana taucht unter dem Namen „Crema de Sant Josep" bereits in spanischen Kochbüchern des 18. Jahrhunderts auf und wurde traditionell am 19. März, dem Josefstag, serviert, der in Spanien zugleich Vatertag ist.
Eine cremeähnliche Vorläuferspeise ohne Karamellkruste findet sich bereits im katalanischen Llibre de Sent Soví von 1324, die charakteristische gebrannte Zuckerkruste ist dagegen erst ab 1770 belegt.
Die enge Verwandtschaft zur französischen Crème brûlée liegt vor allem in der Zubereitung, der Unterschied im Detail:
Crema Catalana wird mit Milch statt Sahne gemacht, durch Maisstärke gebunden und ist praktisch immer mit Zimt und Zitrusschale aromatisiert, während Crème brûlée meist reine Vanille ist.
In Barcelona findet man sie in nahezu jedem Restaurant, die besten Versionen aber oft in kleinen, unscheinbaren Lokalen in Gràcia (ehemals eigenständige Gemeinde, heute Barcelonas dörflichster Stadtbezirk) oder im Raval (multikulturelles Altstadtviertel).