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19. August 2026

In der Weinregion La Rioja hat die Lese am 6. August begonnen. Noch nie wurden so früh die Trauben in den Keller geholt.

Die Redaktion

Rioja Lese 2026
Rioja Lese 2026

Die heißen Temperaturen und die Nachfrage nach geringeren Alkoholgehalten lässt alte Regeln bröckeln, wonach die ersten Trauben in Rioja im September gelesen werden. Somit hat die frühe Lese zwei Hauptgründe: Klimaveränderungen und Marktnachfrage.

Genau dieser Marktnachfrage wollte Rioja nachkommen und bereits im letzten Jahr den vorgeschriebenen Mindestalkoholgehalt in Weinen unter der DOCa Rioja senken. Gegenwind kam aus dem Eck der Rioja Alavesa, die zum Baskenland gehört. Dort war der Alkoholgehalt schon immer etwas moderater und die Weine wirkten frischer. Ob man da seine Verkaufsargumente in Gefahr sah?

Auf jeden Fall ist es mit dem 2026 Jahrgang so weit:

Weiß- und Roséweine dürfen bis auf 9 Vol.-% Alkohol runter im Alkohol.

Rotweine bis auf 10 Vol.-% Alkohol.

Für die Stufen Crianza, Reserva, Gran Reserva und Viñedo Singular trifft die neue Regelung nicht zu.

Eine weitere Neuerung betrifft Bezeichnungen auf dem Etikett. Weiß- und Roséweine unter 11 Vol.-% Alkohol und Rotweine mit weniger als 12 Vol.-% Alkohol dürfen »Vendimia Temprana“ auf dem Etikett tragen, also den klaren Hinweis auf eine »Frühe Lese“. Wer jetzt an Tempranillo denken muss, liegt richtig. Die Rebsorte hat einen Bezug zu »Früh“.

Und als ob das alles nicht schon Veränderung genug wäre, dürfen Weine teilweise entalkoholisiert werden. 20 % des Alkohols darf entzogen werden, ohne dass eine Angabe auf dem Etikett nötig ist. Die neuen Mindestalkoholgehalte dürfen dabei nicht unterschritten werden.

Quelle: Diario La Rioja

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