Cookie Einstellungen
21. September 2026

Rioja-Winzer verlieren über 38.000 Euro pro 10 Hektar

Die Redaktion

Die Situation für viele Weinbautreibende ist angespannt. Ein Beispiel bietet das Weinbaugebiet Rioja. Nach Berechnungen des Landwirtschaftsverbands ARAG-ASAJA haben professionelle Betriebe mit zehn Hektar Rebfläche in den vergangenen sechs Weinlesen insgesamt rund 38.227 Euro verloren.

Grund dafür ist vor allem die Lücke zwischen Produktionskosten und Traubenpreisen. Zwischen 2020 und 2025 lagen die durchschnittlichen Produktionskosten laut Verband bei 0,864 Euro pro Kilogramm, während die Weinbautreibenden im Schnitt lediglich 0,722 Euro erhielten. Das entspricht einem Defizit von 0,142 Euro je Kilogramm beziehungsweise 16,5 Prozent der Produktionskosten.

ARAG-ASAJA fordert deshalb unter anderem langfristige Lieferverträge, transparentere Preisvereinbarungen und Maßnahmen gegen Überproduktion. Für 2027 setzt sich der Verband zudem für ein freiwilliges Rodungsprogramm ein, das von den Regionen Rioja und Baskenland finanziert werden soll.

Die Debatte zeigt ein grundlegendes Problem der Rioja: Während die Region international für ihre Weine bekannt ist, stehen viele Weinbaubetriebe wirtschaftlich zunehmend unter Druck. Andere Regionen in Spanien stehen teils noch schlechter dar. Die Produktionskosten und Traubenpreise sind in Spanien sehr unterschiedlich, dieser Artikel bietet einen guten Überblick.

Quellen:

https://www.vinetur.com/20260828106290/rioja-grape-growers-lost-euro38227-per-10-hectare-vineyard-over-six-harvests.html

https://www.vinetur.com/20260916107214/la-rioja-farm-groups-say-wineries-pay-grape-growers-below-production-costs.html

Spanische Weine kaufen bei heimwein
Spanische Weine kaufen bei heimwein
zurück zur Übersicht