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Zutaten für Pimientos de Padrón: frische Pimientos, Flor de Sal, Olivenöl Oro del Desierto
vegetarischFingerfoodvegan

Galicien

Pimientos de Padrón: Rezept für die klassische galicische Tapa

Gebratene Paprikaschoten aus Galicien

Vorbereitung5 Min.
Zubereitung10 Min.
Gesamt15 Min.
Portionen4 Portionen
KücheSpanisch
Weinbegleitung5 Weine ↓
Es gibt ein galicisches Sprichwort: „Os pementos de Padrón, uns pican e outros non" – von den Pimientos de Padrón sind manche scharf, andere nicht. Gemeint ist damit nicht, dass man sich einfach merken soll, welche Sorte man kauft. Es geht ums Prinzip: Selbst bei derselben Pflanze, derselben Ernte, demselben Teller kann die eine Schote mild sein und die nächste brennen. Kein äußeres Merkmal verrät es vorher. Die kleinen, dunkelgrünen Schoten aus der Gemeinde Padrón in der Provinz A Coruña sind zu über neunzig Prozent mild – süß, leicht grasig, mit einer zarten Bitternote. Aber die scharfe Ausnahme steckt irgendwo drin, und das weiß jeder am Tisch. Das hielt diese Tapa aber nicht davon ab, in ganz Spanien zu einer der beliebtesten und bekanntesten Tapas zu zählen.

Zutaten

  • 300 g Pimientos de Padrón
  • 3 EL Olivenöl
  • Fleur de Sel oder grobes Meersalz
Weinbegleitung

Zu diesem Rezept empfehlen wir 5 passende Weine.

Zu den empfohlenen Weinen →

Pimientos de Padrón richtig vorbereiten

Drei Zutaten, eine Pfanne, zehn Minuten und fertig.
Aber Achtung:
Eine zu niedrige Temperatur, zu feuchte Schoten oder zu viele auf einmal, und die Pimientos dampfen statt zu braten.

Die Pimientos waschen und sehr gründlich trocknen (Wassertropfen in heißem Öl spritzen gefährlich).

Frische Pimientos de Padrón roh in der Pfanne©Marion Rockstroh-Kruft, TodoVino

Pimientos de Padrón zubereiten:
So gelingt das klassische Rezept

  • Eine große, schwere Pfanne bei sehr hoher Hitze erhitzen.

  • Dann das Olivenöl vorsichtig in die Pfanne giessen und direkt die trockenen Pimientos dazu geben.

  • Die Schoten in einer einzigen Lage in die Pfanne geben, nicht übereinander.

  • 4 bis 5 Minuten bei hoher Hitze braten, nur gelegentlich wenden, bis die Haut an vielen Stellen blasig aufgewölbt und stellenweise leicht gebräunt ist.

  • Sofort auf einer Platte anrichten oder direkt in der Pfanne servieren und großzügig mit Fleur de Sel oder grobem Meersalz bestreuen.

Das Salz auf der Pimiento-Haut ist wichtig für das Gericht, erst dann schmeckt es richtig gut.
Die Pimientos werden am Stiel gehalten und im Ganzen gegessen, den Stiel lässt man weg.

Heiß servieren, weich innen, mit etwas Biss.

Wer die Pimientos lieber auf dem Grill zubereitet, findet die Anleitung weiter unten.

Pimientos de Padrón beim Braten in der Pfanne mit Röststellen©Marion Rockstroh-Kruft, TodoVino

Pimientos de Padrón: Herkunft und Schärfe

Die Pflanze selbst ist nicht galicischen Ursprungs. Franziskanermönche brachten sie im 17. Jahrhundert aus Mesoamerika mit und zogen sie rund um das Kloster Herbón in der Gemeinde Padrón an.
Über Generationen hat sie sich an das atlantisch-feuchte Klima und die Böden des Ulla-Tals angepasst und wurde dabei zur eigenständigen Sorte.
Den geschützten Herkunftsnachweis trägt sie heute als IGP Pemento de Herbón. Nur Schoten aus diesem eng begrenzten Anbaugebiet in Galicien dürfen ihn tragen.

Die Schärfe einzelner Schoten hängt von Erntezeitpunkt, Wasserversorgung und Düngung ab. Früh in der Saison geerntete Pimientos (Mai bis Juli) sind fast immer mild. Herbstschoten können deutlich öfter scharf sein.

Eine Garantie gibt es in keine Richtung ... das Sprichwort bleibt also aktuell.

Gebratene Pimientos de Padrón auf dem Teller, spanische Tapas©Marion Rockstroh-Kruft, TodoVino

Pimientos de Padrón grillen:
So unterscheidet sich die Zubereitung vom Pfannen-Rezept

Die Pfanne ist die klassische Zubereitungsart für Pimientos de Padrón, aber auf dem Grill gelingen sie genauso gut, vor allem im Sommer, wenn der Grill ohnehin läuft. Der Unterschied liegt nicht nur im Röstaroma, auch die Reihenfolge der Arbeitsschritte ändert sich.

Vorbereitung für den Grill

Die Pimientos wie gewohnt waschen und sehr gründlich trocknen. Anders als in der Pfanne kommt das Öl hier nicht in ein heißes Gefäß, sondern direkt auf die Schoten:
die getrockneten Pimientos in einer Schüssel mit 2 bis 3 EL Olivenöl gleichmäßig ummanteln. Für die Zubereitung auf offener Flamme braucht es außerdem ein feinmaschiges Grillgitter (Gemüsegitter) oder eine grillfeste Pfanne beziehungsweise einen Plancha-Aufsatz, da die kleineren Schoten sonst durch ein normales Grillrost fallen können.

Zubereitung auf dem Grill

  • Den Grill auf starke, direkte Hitze vorheizen (ca. 5 bis 10 Minuten, je nach Gas- oder Kohlegrill).

  • Die geölten Pimientos in einer einzigen Lage auf das Grillgitter oder die grillfeste Pfanne legen.

  • 3 bis 4 Minuten grillen, dabei mehrfach wenden, bis die Haut deutlich Blasen wirft und an mehreren Stellen Farbe annimmt.

  • Sofort vom Grill nehmen, damit sie nicht auskühlen, und großzügig mit Fleur de Sel oder grobem Meersalz bestreuen.

Das unterscheidet die Grill-Variante vom Pfannen-Rezept

Auf dem Grill entsteht direkte statt indirekte Hitze, dadurch ist die Garzeit kürzer, aber ungleichmäßiger verteilt als in der Pfanne, häufiges Wenden ist hier wichtiger.

Ein Deckel-Dünsten wie in der Pfanne fällt komplett weg, das Ergebnis ist dadurch etwas trockener in der Textur, dafür kommt ein deutlich stärkeres Röst- und Raucharoma hinzu.

Wer die etwas kräftigere, rauchigere Note mag, für den ist die Grill-Variante die bessere Wahl, wer die Schoten lieber zart und mit einem Hauch Dampfgarung mag, bleibt bei der Pfanne.

Pimientos de Padrón zubereiten: Grüne Bratpaprika auf dem Grillrost mit Blasen auf der Haut und grobem Meersalz bestreut.Aromatisches Röstaroma: Wenn die Pimientos de Padrón auf dem Grill Blasen werfen und mit Meersalz bestreut werden, entsteht der klassische galicische Tapas-Genuss.©Marion Rockstroh-Kruft, TodoVino

Weinbegleitung

Galicische Weine zu Pimientos de Padrón

Zur Tapa aus Galicien passen Weine aus Galicien. Nicht weil das eine Regel wäre, sondern weil es einfach stimmt: Die Weine aus den Rías Baixas und der Ribeira Sacra haben dieselbe atlantische Frische wie die Schoten. Drei Empfehlungen haben wir für Euch zusammengestellt:

  • Mar de Frades Albariño 2025, Rías Baixas.
    Limette, grüner Apfel, Mineralik im Hintergrund, lebendige Frische. Der frischeste der drei, passt zur Tapa pur und zu mehreren Runden nacheinander.

  • Dominio do Bibei „Lapola" 2022, D.O. Ribeira Sacra.
    Eine Cuvée aus Godello, Albariño, Doña Blanca und Treixadura, vergoren und gereift in Holzfässern. Mehr Körper und Tiefe als ein junger Albariño, mit einer aromatischen Fülle, die gut zu gebratenen Schoten mit Meersalz passt. Wer die scharfe Variante erwischt, hat hier einen Wein, der standhält.

  • Dominio do Bibei „Lalama" 2021, D.O. Ribeira Sacra. Mencía und Brancellao, biodynamischer Anbau auf restaurierten Terrassenlagen. Erdbeere, Kirsche, feine Würze, Tannine die nicht beissen. Wer nach den Pimientos nicht aufhört und Jamón oder Käse dazunimmt, hat auch dann noch direkt den richtigen Wein im Glas.

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