Rabo de Toro geht in Córdoba auf das 16. Jahrhundert zurück, wurde aber erst im späten 19. Jahrhundert zu einem festen Bestandteil der andalusischen Küche.
Der Ursprung liegt in der Resteverwertung:
Nach den Kämpfen in der alten Stierkampfarena Los Tejares gab man Schwanz, Ohren und Innereien, damals als minderwertige Teile eingestuft, kostenlos an wartende Bewohnerinnen und Bewohner aus den ärmeren Vierteln der Stadt weiter.
Aus dieser Notlösung wurde über Generationen ein Gericht, das heute in den klassischen Mesones der Andalusien-Altstadt zu den Spezialitäten ersten Ranges zählt, etwa im El Caballo Rojo an der Calle Cardenal Herrero oder in der Taberna Luque nahe der Plaza de las Tendillas.