
Welcher Wein passt zu welchem Essen? Der Food-Pairing-Guide für spanische Weine
Von Albariño bis Pedro Ximénez, sechs Kategorien statt Farbenlehre
Warum Farbe beim Food Pairing mit spanischem Wein wenig aussagt
»Rotwein zu Fleisch, Weißwein zu Fisch.« Wer das als Regel aufgestellt hat, hat wahrscheinlich noch nie einen Oloroso zu einer Consommé getrunken, nie einen gekühlten Mencía zu gegrillten Pilzen und nie eine süße Garnacha zu Blauschimmelkäse.
Und wenn du dich noch nie getraut hast, von dieser Regel abzuweichen, ist dir einiges entgangen.
Die sinnvollere Frage lautet nicht, welche Farbe der Wein hat, sondern was er im Mund macht. Ist er schlank oder vollmundig, frisch oder gereift, trocken oder süß? Ein leichter Rotwein passt oft besser zu gegrilltem Gemüse als ein schwerer Weißwein. Ein oxidativer Sherry (einer, der bewusst unter Luftkontakt gereift ist) kann einem Eintopf mehr geben als mancher Crianza.
Farbe ist Kosmetik. Körper und Säure sind das Handwerk.
Spanien ist dafür ein dankbares Land, weil kaum ein anderes so eine große Bandbreite ins Glas bringt. Atlantische Frische beim Albariño, sonnengetrocknetes Tannin beim Toro, Salzigkeit beim Fino, Karamelltiefe beim Pedro Ximénez. Und kaum eine Küche verlangt so dringend nach dem passenden Begleiter wie die spanische, wo Meeresfrüchte, Jamón, Chuletón und Crema Catalana am selben Abend auf den Tisch kommen.
Sechs Kategorien.
Sechs Antworten darauf, welcher spanische Wein zu welchem Essen gehört.







